Späne im Keller

Werkstatt im Keller: Licht, Feuchte und Lärm

2025-01-05 · 3 Min. Lesezeit

Seit einem Jahr arbeite ich im Keller, und drei Dinge haben sich als wichtiger herausgestellt als jedes Werkzeug: Licht, Luftfeuchte und die Nachbarn über mir. Zum Jahreswechsel habe ich aufgeschrieben, was ich geändert habe und was es gebracht hat.

Licht zuerst. Die eine Deckenlampe warf meinen eigenen Schatten auf die Hobelbank, und ich habe beim Anreißen mehrmals die Linie nicht gesehen. Jetzt hängen zwei lange Leuchten mit zusammen etwa 8000 Lumen schräg über der Bank, eine links, eine rechts, in neutralweißem Licht. Dazu eine Klemmleuchte, die ich flach über die Werkstückoberfläche richten kann; im Streiflicht sieht man jede Hobelrille und jeden Kratzer, den man im Deckenlicht übersieht. Das hat die Oberflächen mehr verbessert als neues Schleifpapier.

Luftfeuchte war das eigentliche Problem. Im Sommer habe ich im Keller 70 bis 75 Prozent gemessen, und im August hatte ich auf einem Hobeleisen, das ich eine Woche nicht benutzt hatte, braune Flecken. Auf Stemmeisen ebenso. Seit September läuft ein kleiner Luftentfeuchter mit Hygrostat, eingestellt auf 55 Prozent, und er zieht im Sommer etwa zwei Liter Wasser am Tag aus der Luft, im Winter fast nichts. Seitdem kein Rost mehr. Zusätzlich wische ich die Eisen nach dem Arbeiten mit einem Lappen mit etwas Kamelienöl ab, und das Holz, das ich hier lagere, kommt vor der Verarbeitung drei Wochen nach oben in die Wohnung.

Der Lärm ist der Grund, warum ich fast nur mit Handwerkzeug arbeite. Aber auch Hobeln und Hämmern wandern durch den Boden. Ich habe die Hobelbank auf Filzgleiter gestellt, fünf Millimeter dick, und darunter eine Gummimatte gelegt. Die Nachbarin sagt, sie hört das Hämmern noch, aber dumpf, nicht mehr klopfend. Stemmen mache ich jetzt mit einem schweren Holzhammer und mit mehr, aber leichteren Schlägen. Nach 21 Uhr lege ich den Hammer weg und säge oder hoble nur noch.

  • Zwei Leuchten schräg über der Bank, eine Klemmleuchte für Streiflicht
  • Entfeuchter auf 55 Prozent, Eisen nach dem Arbeiten abwischen
  • Filz und Gummi unter der Bank, Hämmern nur bis 21 Uhr